Fachhochschule Erfurt – Fach Gebäude- und Energietechni

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Fachhochschule Erfurt - Angewandte Informatik

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Liste der Preisträger 2005

Beirat und Vorstand des Förderverbandes haben am 14. März 2006 über die Verleihung der Förderpreise für den Absolventenjahrgang
2005 beraten und entschieden.Beeindruckt von dem hohen wissenschaftlichen Niveau der eingereichten Arbeiten wurde beschlossen, sechs von ihnen mit Förderpreisen von insgesamt 2.000,00 EURO zu würdigen.

1. Preis: Herr Martin Nitschke, Herr Yves Rottmann

Thema:  „Optimierung der Energieversorgung im Klinikum Bad Berka“

Begründung: Die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen erfordern insbesondere auch im Krankenhausbereich den Einsatz optimaler Energieversorgungssysteme. Aufgrund der Komplexität der anfallenden Versorgungsaufgaben sind Anlagen zur Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung besonders effektiv.
Für das Klinikum Bad Berka waren Vorschläge zur Verbesserung der Anlagenhydraulik und des Zusammenwirkens der vorhandenen Versorgungssysteme (Kesselanlage, BHKW-Module, Brennstoffzelle) zu erarbeiten. Dabei machte sich besonders erschwerend bemerkbar, dass die einzelnen Systeme im Rahmen von Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen nacheinander installiert und nur unzureichend aufeinander abgestimmt waren. Hinzu kamen die unvollständigen Bestandsunterlagen.
Im Ergebnis der Untersuchungen formulieren die Verfasser zahlreiche Vorschläge zur Optimierung der vorhandenen Anlagen und legen dabei besonderen Wert auf eine Minimierung des notwendigen Bauaufwandes. Alle empfohlenen Maßnahmen können bei laufendem Krankenhausbetrieb realisiert werden.
Die Zielstellung der Arbeit wurde in vollem Umfang erreicht. Für den Auftraggeber sind die Ergebnisse von großem Nutzen und können als Entscheidungsgrundlage für künftige Investitionen dienen.

Die Verfasser werden ihre Arbeit anlässlich des Kolloquiums am 28. April 2006 vorstellen.


2. Preis: Herr Daniel Beyer

Thema:  „Visualisierung in Gebäudeautomationssystemen"

Begründung: Zwei verwaltungsmäßig zusammengehörende Gebäude sind mit unterschiedlichen technischen Leitsystemen ausgerüstet. Für einen effizienten Gebäudebetrieb empfiehlt sich eine Zusammenlegung beider Leittechnik-Zentralen bei gleichzeitiger Optimierung der Visualisierung. Dazu waren auf der Basis einer Analyse der vorhandenen technischen Ausrüstungen Vorschläge zu erarbeiten. Gleichzeitig sollte verfügbare, offene Visualisierungssoftware auf ihre Eignung geprüft werden.
Der Verfasser hat bei der Analyse der Haustechnik eine Vielzahl von Mängeln in der Ausführung entdeckt. Daraus hat er Schlussfolgerungen gezogen bezüglich der für eine Gesamtüberwachung notwendigen Datenpunkte und der verzichtbaren Informationen. Dabei zeigte es sich, dass Visualisierungsbildschirme einerseits häufig unnötig überfrachtet sind und andererseits wesentliche, der Übersicht dienende Beschriftungen und Zuordnungen fehlen.
Die Diplomarbeit ist in Form und Inhalt hervorragend.


2. Preis: Herr René Stang

Thema:  „Planung eines Prüfstandes zur Ermittlung von Hydraulikkennzahlen von Pumpen und Ventilen"

Begründung: Eine Leistungsregelung von Wärmeversorgungsanlagen mit hydraulisch geregelten Pumpen setzt die genaue Kenntnis der Volumenströme für alle Lastfälle voraus. Feldmessungen belegen, dass zwischen den ausgelesenen Daten der Pumpe und den tatsächlichen hydraulischen Kennwerten erhebliche Diskrepanzen bestehen; spürbare Regelabweichungen sind die Folge. Zur Ermittlung dieser Abweichungen soll in der Laborhalle der FHE ein Prüfstand aufgebaut werden, auf dem zusätzlich auch Ventile ausgemessen werden können.
Der Verfasser hat dafür ausführungsreife Unterlagen erarbeitet.


3. Preis: Frau Andrea Miethe

Thema: „Energiebedarfsberechnung von Klimaanlagen nach VDI 20 67“

Begründung: Bei der Planung von Klimaanlagen wird der Berechnung des Energiebedarfes zukünftig eine noch größere Bedeutung zukommen. Deshalb wird vom ILK Dresden ein Berechnungsprogramm entwickelt, das den Ingenieur in die Lage versetzen soll, mit vertretbarem Aufwand verschiedene Anlagen simulieren und bewerten zu können. Für dieses Programm waren durch die Autorin verschiedene Algorithmen neu in visual basic zu programmieren und über 500 unterschiedliche Typen von Klimaanlagen zu testen. Die erarbeitete Programmversion stellt einen hohen Wert für den Auftraggeber dar, weil damit die kommerzielle Markteinführung unmittelbar vorbereitet wird.


3. Preis: Herr Kay Eberhardt

Thema: „Untersuchungen zur Kälteerzeugung mittels Fernwärme bei einem Industriekunden"

Begründung: In der perspektivischen Entwicklung des Strombedarfes im Industriegebiet Erfurt-Südost zeichnet sich für die Stadtwerke Erfurt ein Engpass bei der Sicherstellung der Versorgung an der Kundenstation der X-FAB Semiconductor Foundries AG ab. Um die Stromlast zu verringern, sollte in der Diplomarbeit untersucht werden, ob die vorhandene Kompressionskälteanlagen durch Absorptionskälteanlagen ersetzt werden können.
Im Ergebnis der Berechnungen stellte sich heraus, dass die erforderliche Leistungsübertragung für die erste Ausbaustufe der Kälteversorgung ohne größere Veränderungen im Fernwärmenetz möglich ist. Zur Anpassung der erhöhten Volumenströme muss lediglich die Netzschlechtpunktmessung des Differenzdruckes an der Kundenstation erfolgen.
Mit den vorgeschlagenen Lösungen können eine wesentlich bessere Auslastung des Fernwärmenetzes erreicht und die durch den Rückbau von überschüssigen Wohnungen entstehenden Leistungseinbrüche teilweise ausgeglichen werden.
Für die Stadtwerke Erfurt sind die Ergebnisse der Diplomarbeit von großem Nutzen und können als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Investitionen dienen.


3. Preis: Herr Björn Strobel

Thema: „Absenkung der primären Rücklauftemperatur durch technische Veränderung der Wärmeübertragerprozesse in den Fernwärme-Umformerstationen"

Begründung: Die Höhe der primären Rücklauftemperatur hat einen direkten Einfluss auf die Stromerzeugung in Gegendruckturbinen von Heizkraftwerken. Lässt sich die Wärmeübertragerfläche in Umformerstationen vergrößern, sind positive Effekte bei der Stromausbeute zu erwarten.
Nach grundsätzlichen Aussagen zur Funktionsweise von Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerken untersucht der Autor die Auswirkungen der Fernwärmerücklauftemperatur auf die Elektroenergieerzeugung in der Dampfturbine. Dabei verwendet er folgende Verfahren:
- Analyse der Betriebsdaten der GuD-Anlage
- Berechnung des Dampfturbinenprozesses
- Versuchsfahrt der GuD-Anlage
Die ermittelten Ergebnisse belegen eindeutig, dass durch die Absenkung der Rücklauftemperaturen eine erhöhte Stromausbeute in der Dampfturbine möglich ist.


Der Preisträgerin und den Preisträgern sowie ihren Betreuern,

Herrn Prof. Dr.-Ing. H. Hahn,
Herrn Prof. Dr. rer. nat. F. Tiersch und
Herrn Prof. Dr.-Ing. D. Voß

gilt unser Glückwunsch für die hervorragenden Arbeiten.